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Was bedeutet Menschheitszivilisation überhaupt?

Kapitel 2

In einem zweiten Teil soll Einiges über die Stellung der Menschheit im Universum gesagt werden: Das Universum besteht aus unendlich vielen verschiedenartigen physikalischen Realitäten. (Kosmen) Das Schöpfungspotential des Universums ist unendlich. Es erzeugt ständig neue physikalische Realitäten und läßt andere vergehen. Dabei gibt es niemals Wiederholungen von physikalischen Realitäten. Es werden nur Unikate geschöpft. In einer solchen physikalischen Realität, welche vor etwa 15 Milliarden Jahren durch einen Urknall als Schöpfungsprozeß entstanden ist, leben wir, die Menschheit. Wir leben in einem Sternensystem in einer der vielen Galaxien unseres Heimatkosmos unserer physikalischen Realität.

Bisher ist die Menschheit damit beschäftigt, die physikalischen, die chemischen und die evolutionären Gesetzmäßigkeiten und Prozesse in unserem Heimatkosmos zu erforschen. Dabei hat die Menschheit schon wichtige Resultate erzielt, aber wir können mit unseren derzeitigen wissenschaftlichen Methoden und Geräten bisher nicht über unsere physikalische Realität hinausschauen. Mit vielen Teleskopen, welche sich auf der Erde, im Orbit und sogar schon auf interplanetaren Bahnen befinden, werden optische und elektromagnetische Strahlungen aus den Tiefen unseres Kosmoempfangen und intensiv analysiert, um die geometrische Struktur und die physikalischen, chemischen und evolutionären Prozesse in unserem Heimatkosmos zu erkennen. Alles, was wir bisher aus dem Weltall erkannt haben, stammt aus unserem riesigen Heimatkosmos, in welchem viele Milliarden Galaxien existieren. In jeder Galaxie gibt es viele Milliarden Sternensysteme.

Die Ausdehnung unserer Heimatgalaxie wird zur Zeit mit etwa 30.000 Lichtjahren angegeben. (Ein Lichtjahr entspricht einer Strecke von 9.460 Milliarden Kilometern, das heißt, diese Strecke wird vom Licht in einem Jahr zurückgelegt) Die Ausdehnung unseres Heimatkosmos wird auf viele Hundert Millionen Lichtjahre geschätzt. In den führenden Zentren der physikalischen Forschung der Menschheit ringen die besten Physiker der Welt intensiv um eine einheitliche Theorie für unsere physikalische Realität. Sie hoffen, dieses Ziel durch die schöpferische Vereinigung der Quantentheorie mit der Allgemeinen Relativitätstheorie zu erreichen. Erst wenn dieses Ziel erreicht ist, wird die Menschheit diejenigen Erkenntnispotentiale in der Hand haben, um sich erfolgreich mit Transformationsprozessen von unserer in andere physikalische Realitäten zu befassen.

Beherrscht die Menschheit eines Tages solche Transformationsprozesse von einer physikalischen Realität in eine andere, so werden diese hinzugewonnenen neuartigen zivilisatorischen Potentiale die Menschheit in ferneren Zeiten sogar dazu befähigen, zu einer gestaltenden Kraft in unserem Heimatkosmos und in noch entfernteren Zeiten zu einer gestaltenden Kraft von physikalischen Realitäten in interkosmischen Maßstäben aufzusteigen. Es ist für uns, die Menschheit, äußerst wichtig, daß wir uns schon jetzt diese unsere zivilisatorischen Möglichkeiten gedanklich so gut wie möglich erarbeiten, um eine weit gefaßte Zukunftsorientierung zu haben. Die Wichtigkeit der Erkenntnis unserer ferneren zivilisatorischen Möglichkeiten wird schlaglichtartig dadurch begründet, daß jederzeit eine aus einer anderen physikalischen Realität stammende andersartige, intelligente und schöpferische Population in unseren Heimatkosmos eintreten kann, welche schon über die Potentiale zum Übertritt von einer physikalischen Realität in eine andere verfügt.

Sind wir, wie oben beschrieben, auf diesen Fall geistig gut vorbereitet, dann wird es uns nicht schwer fallen, mit einer solche Population, welche über weitaus größere Potentiale als die unseren verfügt, in konstruktive Beziehungen treten derart, daß wir ihren anderen, aber höherwertigen zivilisatorischen Zustand anerkennen, und auch anerkennen, daß wir von dieser fremden Population sehr viel Neues für unseren weiteren zivilisatorischen Weg lernen können. Sind wir also der Juniorpartner einer solchen Begegnung, so wird diese Begegnung die Richtung unseres zivilisatorischen Weges wesentlich verändern. Ein solches menschheitshistorisches Ereignis müßten wir dann als normal auf unserem zivilisatorischen Wege anerkennen.

Ereignet sich aber eines fernen Tages der umgekehrte Fall, daß wir, die Menschheit, unsere physikalische Realität überschreiten und dabei in einer anderen physikalischen Realität auf eine Population vom Typ eines Juniorpartners treffen, dann haben wir die Verpflichtung, mit dieser Population konstruktiv umzugehen. Es ist nun zu erkennen, daß es im Universum schon immer solche Begegnungen fremdartiger Populationen, welche aus unterschiedlichen physikalischen Realitäten stammen, gegeben hat, und daß es sie immer wieder geben wird.

Solche Begegnungen können ganz unterschiedliche Verläufe und Ergebnisse haben: Kooperation, Verschmelzung, Koexistenz, Ausweichen, Befeinden, Vernichtung. Die Menschheit der heutigen Zeit denkt nur in kurzen Zeitabschnitten voraus, vielleicht einige Jahrzehnte. Aber an großen Zeitmaßstäben gemessen, sind wir eine noch ganz junge Zivilisation, und wir sind es daher noch nicht gewöhnt, in großen Zeitabschnitten unserer zivilisatorischen Existenz, zum Beispiel in einem Hunderttausendjahr-Abschnitt, zu denken. Ein solcher Zeithorizont ist aber zur Bewältigung höherwertiger zivilisatorischer Aufgaben, wie die aktive Umgestaltung unseres Heimatplaneten Erde, die Besiedlung anderer Planeten und bisher noch unbekannter Aufgaben, erforderlich.

Diese Aufgaben sind in der Regel sehr umfangreich und hochkomplex, so daß ihre Bewältigung nur in Zeiträumen von mehreren Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden möglich sein wird. Dazu ist eine geeinte, sich der Wissenschaft und dem Humanismus verpflichtete Menschheit nötig, welche auch über einen sehr großen Zeithorizont verfügt, um zivilisatorische Aufgaben von visionärem Rang zu bewältigen. Die hier veräußerten Überlegungen reichen weit in die Zukunft der Menschheit, es sind auch sehr pauschale Aussagen, aber sie erhellen sehr gut, was Menschheitszivilisation überhaupt bedeutet.


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